Platz 5 bei der Junioreneuropameisterschaft im Straßenfahren

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Alkmaar/Niederlande. Einen nicht erwarteten 5. Platz holte Marco Brenner von der RSG Ansbach im Straßenrennen der Junioren (U-19) über 115 km in Alkmaar. Auf der topfebenen Rennstrecke im Nordwesten der Niederlande waren die Aussichten auf eine gute Platzierung für den Ansbacher Bergspezialisten eigentlich gegen Null anzusetzen, sodass innerhalb der deutschen Nationalmannschaft auch die Teamkollegen Leslie Lührs und Maurice Ballerstedt (beide gute Sprinter) als Kapitäne bestimmt wurden. Bereits früh im Rennen gelang es überraschenderweise aber 7 Fahrern (mit Ballerstedt und Brenner) sich aus dem Feld der 144 Sportler zu lösen. Nur noch drei weiteren Fahrern gelang es 30 km vor dem Ziel zur Spitze aufzuschließen. Ab da versuchte Marco Brenner mehrfach die 10köpfige Spitzengruppe zu sprengen, aber sobald er  – der vermeintliche Favorit für die anderen Nationen- den „Hintern“ hob, hingen alle Gegner an seinem Hinterrad. Zehn Kilometer vor dem Ziel war es dann der Ukrainer Andrii Ponomar der bei einem Konter mit Andrea Piccolo (Italien) und Maurice Ballerstedt (Deutschland) wegspringen konnte und in das Finale fuhr. Hier siegte Ponomar vor Ballerstedt und Piccolo. Bei den Verfolgern belegte Marco Brenner Platz 2 und erreichte so insgesamt Platz 5 der Straßen-Europameisterschaft. Ebenfalls bei der Europameisterschaft im Einsatz war als Nachnominierte bei den Frauen U-23 Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach), wobei sie die letzten 3 Wochen durch die Bahneinsätze (Europameisterschaft im Dernyfahren und der Deutschen Bahnmeisterschaft) nicht die besten Grundlagen für die „windigen“ Rennen auf Hollands Straßen hatte. Trotzdem verkaufte sich die Ansbacherin hervorragend und finishte im großen Hauptfeld nach 92 km Renndistanz auf dem Gesamtrang 40 als Drittbeste Deutsche Fahrerin.

Foto (privat): Marco Brenner (RSG Ansbach)