Bahn Berichte


Zweimal eine Bronzemedaille bei der Bahneuropameisterschaft

Bei den Bahn-Europameisterschaften der U-19 in Aigle/Schweiz holte die Ansbacherin Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach) zweimal eine Bronzemedaille und zur Abrundung noch einmal Platz 8. Den ersten Podestplatz eroberte Bauernfeind mit dem deutschen Vierer in der Mannschaftsverfolgung in 4:40,397 Minuten über die 4.000 Meter. Danach durfte die Ansbacherin im Omnium (Bahnmehrkampf) starten und schlug sich bei starker Konkurrenz mit Rang 8 achtbar (2x Platz 7, 2x Platz 8), um dann im Madison (Zweiermannschaftsfahren nach 6-Tage-Art) mit ihrer Partnerin Katharina Hechler erneut aufs Podest zu stürmen. Lediglich die Teams aus Italien und Russland waren stärker als das deutsche Paar.

Foto (privat): Bronzemedaille im Madison: v.l. Katharina Hechler (Oberhausen) und Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach)


Platz 6 bei der Bahnweltmeisterschaft

Freude und Enttäuschung liegen oft dicht beieinander. So strahlte Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach) nach dem 6. Rang bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in der Mannschaftsverfolgung in Aigle/Schweiz, zumal das Deutsche Team während des Wettbewerbs zweimal den bisherigen Deutschen Rekord verbesserte, um dann enttäuscht beim Madison-Wettbewerb (Mannschaftsrennen nach 6-Tage-Art)  zuschauen zu müssen, weil die Teamkameradin sich unwohl fühlte.

Das schmerzte um so sehr, als die Bundestrainerin wegen dem erhofften guten Abschneiden im Madison-Wettbewerb den Omnium-Auftritt (Bahnmehrkampf) der Ansbacherin absagte.

Bleibt für Ricarda die Hoffnung, bei der Europameisterschaft die diese Woche ab Dienstag ebenfalls in der Schweiz stattfindet, doch noch einen Podestplatz bei einer internationalen Meisterschaft einzufahren.


Sieg vor der Bahn-Weltmeisterschaft

Am letzten Renntag vor der Abfahrt zur Bahn-Weltmeisterschaft der U-19 in Aigle/Schweiz holte sich Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach) noch schnell einen Sieg bei den TIS-Sixdays-Night auf der Bahn in Oberhausen. Gemeinsam mit ihrer vorgesehenen WM-Partnerin Katharina Hechler (Oberhausen) schlug sie im Madison-Wettbewerb die deutsche Spitzenklasse der U-19 weiblich und der Frauen. Jetzt heißt es Daumendrücken für die Ansbacherin für die Weltmeisterschaft die am 15.8.2018 in Aigle in der Schweiz beginnt.

Foto: Bauernfeind

Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach) – nominiert für die Bahn-Weltmeisterschaft in Aigle/Schweiz

Vier Medaillen und 2 Deutsche Meistertitel für die RSG Ansbach

Vom letzten Mittwoch bis zum Sonntag wurden in Dudenhofen bei Speyer die Deutschen Bahnmeisterschaften durchgeführt. Qualifiziert hatten sich hierfür auch 3 Ansbacher Sportler/innen: Ricarda Bauernfeind (U-19), Marco Brenner und Daniel Schrag (beide U-17). Einmal mehr herausragend war dabei Ricarda Bauernfeind, die sich bei 4 Starts eine vollständige Medaillensammlung einfuhr. Zuerst wurde sie 3. in der 2000 m Einerverfolgung, um dann im Mannschaftszeitfahren mit dem Bayernvierer auf den 2. Podestplatz zu fahren. Im Madison (2er Mannschaftsfahren nach 6-Tage-Rennen Art) schlug dann die Stunde der Ansbacherin. Gemeinsam mit ihrer Nationalfahrerkollegin Katharina Hechler (Oberhausen) fuhr sie Konkurrentinnen der Juniorinnenklasse in Grund und Boden und sicherte sich Platz 1 und die Goldmedaille. Damit scheint dieTeilnahme an der Bahn-Weltmeisterschaft in Aigle/Schweiz im August gesichert zu sein. Bei den Jungs lief es erst nicht ganz so rund. Daniel Schrag brach gegen Ende der 2000 m Einerverfolgung aufgrund der zu hohen Übersetzung (die der Bayerntrainer auflegte) ein und wurde im Punktefahren Elfter. Beim Madisonrennen fuhr er dann mit Übersicht und Partner Luis Lührs (Schwalbe München) auf Rang vier, aber leider knapp am Podest vorbei.

Marco Brenner musste sich als gelernter Bergfahrer erst an die Bahn gewöhnen und steigerte sich dann von Rennen zu Rennen. Nach Platz 18 in der Einerverfolgung, folgte mit dem Bayernvierer ein 4. Rang in der Mannschaftverfolgung, um dann beim Punktefahren über 60 Runden (15 km) nach der 3. Wertung das Fahrerfeld „stehen“ zu lassen um mit Rundengewinn den Deutschen Meistertitel zu holen.

Foto (Ch. Brenner): Deutscher Meister U-17 im Punktefahren 2018 auf der Bahn: Marco Brenner, RSG Ansbach (Mitte)

 

 

 

Foto (Michael Deines, Promedia): von links Katharina Hechler, Ricarda Bauernfeind (Deutsche Meister U-19) mit den Titelträgern in der Frauenklasse Anna Knauer und Lisa Küllmer

 

 

 

 


Schäfer holte seinen 4. DM-Titel bei den Stehern

Ideales Rennwetter, viele begeisterte Zuschauer und ein rasanter spannender Rennverlauf prägten am Samstag am  Reichelsdorfer Keller das Bild eines rundum gelungenen großen Renntages. Die 15. Deutsche Stehermeisterschaft  auf der Reichelsdorfer Piste  wird als großer sportlicher Erfolg in die  Analen des  kleinen „Verein-Sportplatz“ eingehen. Dafür sorgten die acht Teilnehmer des  Endlaufes, die den treuen fränkischen Steherfans ein herrliches DM-Finale über eine Stunde boten, bei dem sich  der Cottbusser Stefan Schäfer  mit seinem Nürnberger Schrittmacher Peter Bäuerlein souverän seinen vierten Meistertitel in Folge holte vor Franz Schiewer (Cottbus)mit   mit Schrittmacher Gerd Gessler und dem  Vize-Meister des Vorjahres Nico Heßlich (Cotbus)   mit Schrittmacher André Dippel.  Lokalmatador Thomas Steger vom RV Union 1886 Nürnberg  konnte leider nicht wie erwartet einen Podiumsplatz erkämpfen. Er verlor nach zwanzig Minuten  in einem  mitreißenden Duell mit Franz Schiewer die Rolle seines Schrittmachers Thomas Ruder und damit völlig seinen Rhythmus.  „Das war heute einfach nicht mein Tag“, stellte Steger zerknirscht  fest, nachdem er   im Finale den fünften Platz belegte.

Die Vorentscheidung fiel für Thomas Steger nach 9 Minuten

Guten Besuch gab es trotz  hochsommerlicher Temperaturen bereits am Freitagabend bei den beiden  DM-Vorläufen über jeweils 40 Kilometer.  Schade nur, dass die Zahl der Teilnehmer mit nur dreizehn Meldungen weit hinter den Erwartungen zurückblieb, wobei außerdem ein Fahrer wegen

Erkrankung absagen musste. Ex-Meister Mario Vonfof, Beauftragter des Bundes Detscher Radfahrer für den Derny- und Stehersport,  zeigte sich ebenso wie Bahnchef Andreas Zentara  zurecht verärgert: „Da muss etwas geschehen, denn Fahrer und Schrittmacher gibt es ja   wesentlich mehr“, sagte Mario Vonhof, der am Samstag seinen 42. Geburtstag feierte.  Den 1. Vorlauf , der mit fast 80km/h extrem schnell gefahren wurde,  gewann Titelverteidiger Stefan Schäfer in 30:26,0 Min. vor dem Aachener Robert Retschke- Mit je einer Runde Rückstand folgten Daniel Harnisch (DHfK-Leipzig) und Stefan Lange ( Bad Doberaner SV 90) auf den Plätzen. Auch sie hattensich damit für das Finale qualifiziert. Im zweiten  Vorlauf , der mit 33:53,8 Min. wesentlich langsamer gefahren wurde, war Thomas Steger nicht zu bremsen. Der Lokalmatador verwies Franz Schiewer, Nico Heßlich ( beide Cottbus)  und Moritz Kaase (Gütersloh) rundengleich   auf die Plätze. Damit standen die vier weiteren  Endlaufteilnehmer
fest.
Neben Marcel Kuban (RV Union 1886 Nürnberg)  und Christian Passenheim (RV Blitz Barmen), starteten beim „Kleinen Finale“ über 30 Kilometer Christoph Schwerdt,  Alxander Riedel (SSV Heidenau) , Roman Woda und Jan Puschmann(RC Herpersdorf) . Nach 75 Runden/30km  verwies  Christoph Schwerdt  Marcel Kuban und Christian Passenheim sicher auf die Plätze. 
Vor dem mit Spannung erwarteten DM-Finale über eine Stunde stiegen einige Promis, darunter Nürnbergs Sportbürgermeister Clemens Gsell, die einstigeSlalom-Weltcup-Siegerin Christa Zechmeister, und die ehemalige Tennis-Weltranglistenspielerin Claudia Porowik für einen guten Zweck in den Sattel.  Sie unterstützen damit den Verein „Engelein e.v.“, der   Spenden sammelte  und eine Tombola zu Gunsten krebskranker Menschen durchführte. Anschließend gab Mittelfrankens Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, seit Jahren treuer Steherfan, den Startschuss für den DM-Finallauf ab.

Geschafft – zum 4. Mal DM Schäfer-Bäuerlein

Titelverteidiger Stefan Schäfer und sein Schrittmacher Peter Bäuerlein nahmen es gelassen, dass sie die achte und damit letzte Startpositiongelost hatten.  Sie rollten sich in den ersten zehn Minuten völlig stressfrei ein. Ganz anders sah es an der Spitze des Achterfeldes aus. Bereits nach acht Minuten attackierte Thomas Steger , der aus Position vier in den Endlauf gegeangen war, den führenden Cottbusser Franz Schiewer. Unter großem Beifall der begeisterten Zuschauer  kam es zueinem harten Zweikampf, in dem sich Schiewer, von Schrittmacher Gerd Gessler clever geführt, energisch durchsetzte. Eine erste  Vorentscheidung   fiel dann nach zwanzig Minuten,  als  Thomas Steger, dem die Startnummer „13“ offensichtlich  kein Glück brachte,  erneut Schiewer angriff und dabei  böse  ins Schwimmen geriet.  Auch an Schiewer war der harte Zweikampgf nicht spurlos vorüber gegangen. Ganz offensichtlich fehlten ihn die Reserven, als wenige Minuten später der Nürnberger Schrittmacher  Peter Bäuerlein den Gashahn richtig aufdrehte und  mit Titelverteidiger Stefan Schäfer unaufhaltam an die Spitze stürmte, die er bis ins Ziel souverän verteidigte. Beim Kampf um die Plätze konnte Schiewer Position zwei erfolgreich verteidigen vor Nico Heßlich , dem Vize-Meister des Vorjahres  und  dem Aachener Robert Retschke.

 Für Stefan Schäfer, bei dem  im  August die   Abschluss-Prüfungen zum    Polizeikommissar bevorstehen,  war es der vierte Steher-Titel in Folge. Ein bisher einmaliger Rekord im deutschen Stehersport,  der selbst  der Bochumer Steherlegende Walter Lohmann  bei   insgesamt zehn Meistertiteln  versagt blieb. Dass Stefan Schäfer in allen Ausdauer-Disziplinen des Bahnradsports zur absoluten deutschen Spitzenklasse zählt,  beweist eindrucksvoll seine außergewöhnliche Erfolgsbilanz: Viermal wurde er deutscher Meister mit dem Bahnvierer, zweimal in der Einer-Verfolgung, je einmal im Zweier-Mannschaftsfahren und bei den Derys – zusammen mit seinen vier Erfolgen als Steher gewann er  bisher zwölf deutsche Meisterschaften!  Der Ehrgeiz des 31-jährigen Allrounders ist trotzdem ungebrochen. Sein nächstes großes Ziel hat Stefan Schäfer  fest im Auge: „ Natürlich  möchte ich heuer in Berlin auch meinen Titel als Steher-Europameister erfolgreich  verteidigen“. Der gleichen Meinung ist auch sein routinierter Schrittmacher Peter Bäuerlein, der am Samstag nach drei DM-Titeln mit dem Berliner Florian Fernow  (2012-2014) am Samstag  seine siebte DM in Folge gewann! 

Mario Vonhof gratulierte Stefan Schäfer und Peter Bäuerlein

Bahnchef Andreas Zentara, seine fleißigen  Vereinsmitlgieder und ehrenamtlichen Mitarbeiter haben großes Lob verdient und auch erhalten: „ Wir haben in Nürnberg  wieder eine großartige deutsche Stehermeisterschaft erlebt“, schwärmte der BDR-Vize-Präsident Udo Sprenger aus Wiesbaden.


Gold und Bronze bei der Deutschen Meisterschaft

Bei den Deutschen Bahnmeisterschaften vom 7.-11. Juni in Frankfurt/Oder holte Ricarda Bauernfeind von der RSG Ansbach zwei Medaillen nach Ansbach. Dabei war der Beginn etwas anders als geplant, weil Ricarda in ihrer Lieblingsdisziplin der 2000 m Einerverfolgung zwar die WM-Norm erreichte, aber am Ende nur auf Platz 6 rangierte. Auch im Punktefahren über 60 Runden agierte die Ansbacherin glücklos. Zwar versuchte sie immer wieder den 21 Konkurrentinnen davonzufahren, aber alle „hingen“ an ihrem Hinterrad um in der Punktevergabe vorbei zu sprinten. In der Endabrechnung bedeutete das für Ricarda Rang 8.

Die Mannschaftsverfolgung über 4000 m sollte dann alles richten und tatsächlich glückte der Ansbacherin mit ihrem neuen Bundesligateam „Mangertseder“ als Team Bayern I die Überraschung, als sie in 4:46:85 Minuten auf Platz 1 fuhren und den favorisierten Nordrhein-Westfalen den Deutschen-Meister-Titel wegschnappten.
Durch den DM-Titel angespornt, wagte sich die Ausdauerfahrerin Ricarda in das Sprintermetier und erkämpfte dort mit der

 

Münchnerin Paulina Klimsa auf Anhieb die Bronzemedaille im Teamsprint. Zur Abrundung der Meisterschaften gab es dann als Demonstrationswettbewerb bei den Frauen ein „Madisonrennen“ (Zweiermannschaftsrennen nach 6-Tage-Art) in dem die Bundestrainerin auch einige Juniorinnen U-19 einsetzte. Auch hier konnte Ricarda überzeugen und mit ihrer Partnerin Katharina Hechler (Oberhausen) Platz 3 auf dem Podest einfahren.

 

Mit der Einladung zur Bahn-Weltmeisterschaft im August im Gepäck ging es Samstagnacht doch noch zufrieden zurück in die Heimat.