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Velosolutions UCI Pumptrack Weltmeisterschaft

Dieses Jahr hat sich Anika Psyk, wie bereits in den vergangenen drei Jahren, für die UCI Velosolutions Pumptrack Weltmeisterschaft in Peking (China) qualifiziert. Insgesamt gab es in dieser Saison weltweit 25 Qualifier-Rennen, bei denen sich jeweils die besten vier Frauen und Männer (theoretisch 100 Männer und 100 Frauen) einen Startplatz sichern konnten. Letztendlich gingen beim großen Finale in der chinesischen Metropole jedoch 98 Starter an den Start, aufgeteilt in 60 Männer und 38 Frauen.

Anika bestritt dieses Jahr die Qualifikationsläufe in Köngen (Deutschland) und Gambettola (Italien). Bei diesen Runden, die über das ganze Jahr und den gesamten Globus verteilt stattfinden, lösen nur die Top 4 das WM-Ticket; die Erstplatzierten gewinnen zudem die komplette Reise. Anika schaffte die Qualifikation zwar direkt beim ersten Versuch in Köngen, trat jedoch in Italien erneut an, um das begehrte Direkt-Ticket zu ergattern. Obwohl es mit dem ersten Platz dieses Mal nicht ganz klappte, war sie mit dem zweiten Platz in Italien mehr als zufrieden. Sie ging mit einem sehr guten Gefühl in das Rennen, da sie sich hervorragend vorbereitet hatte. Ihr Ziel war es, einfach Spaß beim Fahren zu haben und die Woche in Peking in vollen Zügen zu genießen.

Dennoch war die Nervosität groß, da dies ihre erste große Fernreise war, die sie völlig auf sich allein gestellt und ohne das gewohnte Umfeld oder ein eigenes Betreuer-Team bestreiten musste. Anika zeigte sich sehr dankbar für die Möglichkeit, in eine so geschichtsträchtige Metropole zu reisen, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen. Sie erfüllte es mit großem Stolz, Deutschland und auch ihren Verein, den RC 1950 Erlangen, auf internationaler Bühne repräsentieren zu dürfen.

Der brandneue Velosolutions Pumptrack in Pekings Bezirk Mentougou wurde eigens für die UCI Weltmeisterschaft errichtet. Es handelt sich um den weltweit 1000. Pumptrack, den Velosolutions gebaut hat. Eine Besonderheit und große Herausforderung waren die zwei integrierten „Great Walls of China“ – zwei Tables mit einer Steigung von rund 80 Prozent, die weltweit einzigartig sind. Anika konnte es kaum erwarten, diese spektakuläre Strecke endlich selbst zu befahren.

Der Wettkampf wurde in einem packenden „Open Format“ ausgetragen: Zunächst absolvierte jede Fahrerin eine gezeitete Runde. Nach diesem ersten Durchgang öffnete sich ein 30-minütiges Zeitfenster, in dem die Starterinnen beliebig oft auf die Strecke gehen durften, um ihre persönliche Bestzeit weiter zu verbessern. Anika nutzte diese Chance intensiv und spulte insgesamt vier schnelle Runden (Laps) ab.

Der Modus war gnadenlos: Nur die absolut besten 16 Fahrerinnen qualifizierten sich für die nächsten Runden, womit auf einen Schlag mehr als die Hälfte des Feldes ausschied. Anika Psyk verpasste diesen extrem engen Cut nur knapp und beendete die Weltmeisterschaft auf einem hervorragenden 23. Platz. Angesichts der starken weltweiten Konkurrenz und des harten Ausscheidungsverfahrens ist dies ein beachtlicher Erfolg, auf den sie und der RC 50 Erlangen sehr stolz sein können.

Fotos: Anika Psyk